30.10.2017

Vandalismus auf dem Museumsvorplatz

Figuren der Sonderausstellung "Zwischen Erfolg und Verfolgung" betroffen

Am Wochenende haben Vandalen auf dem Vorplatz des Deutschen Fußballmuseums Figuren der Sonderausstellung „"Zwischen Erfolg und Verfolgung“" massiv beschädigt. Mindestens zwei der überlebensgroßen Silhouetten, die herausragende jüdische Sportler aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts bei der Ausübung ihres Sports zeigen, können nicht weiter ausgestellt werden. Es wurde Anzeige erstattet. Die Polizei wertet nun Videomaterial von den Überwachungskameras aus.

Museumsdirektor Manuel Neukirchner sagt: „"Der Vorfall ist schockierend. Er hält uns aber nicht davon ab, dass wir uns intensiv mit diesem Kapitel deutscher Geschichte auseinandersetzen. Wir sind mit den Figuren bewusst in den öffentlichen Raum gegangen, damit viele Menschen den Biografien der zum Teil in Vergessenheit geratenen Sportler begegnen. Ihre durch die Verfolgung im Nationalsozialismus von großem Leid geprägten Lebensläufe sind Teil deutscher Gesellschaftsgeschichte, die sich nie wiederholen darf."“

Dr. Stefan Mühlhofer, Leiter der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache Dortmund, ergänzt: „"Einen Ort des Gedenkens an Ermordete im wahrsten Sinne des Wortes mit Füßen zu treten, ist ein erschütternder Vorfall. Er zeugt von besonderer Dummheit und Ignoranz und verdeutlicht zugleich, dass wir in unserem Engagement nicht nachlassen dürfen."

 Die Sonderausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung” auf dem frei zugänglichen Vorplatz des Deutschen Fußballmuseums in Dortmund ist noch bis zum 19.11.2017 zu sehen.

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